Lange probiert, endlich geschafft – mit dem Rauchen aufhören!

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Lange probiert, endlich geschafft – mit dem Rauchen aufhören!

16. August 2017 Allgemein 0
Rauchstopp

Ärgernis

Sicherlich ärgern sich fast alle Raucher, dass sie rauchen. Zumindest ging es mir so, in Gesprächen mit anderen hört man oftmals ähnliche Worte.

Man schädigt sich und seine Gesundheit, gibt unnötiges Geld aus, vergeudet Lebenszeit (im Durchschnitt). Alle Raucher mit ein bisschen Verstand wissen das.

Das Problem

Wie aufhören? Alle haben es mal versucht, ich auch. Hier mal ein paar Tage, dann mal wieder dort ein paar Stunden, oftmals ganz ganz viele gute Vorsätze. Aber es ist und bleibt eine Sucht. Körperlich das Nikotin, psychisch die Konditionierung. Aufstehen – rauchen, Essen – rauchen, Autofahren – rauchen, man hat sich selbst viele viele Jahre extrem konditioniert. Wie aber nun aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

Der Ausbruch

Wer nun bis hierher schon gelesen hat – ja, ich bin kein Schriftsteller 😉 – wird mir sicherlich in vielen Punkten zustimmen. Man möchte ja gerne, aber es ist so schwer, der innere Schweinehund kommt immer wieder an und schreit nach der nächsten Zigarette. Höllisch. Teuflisch. Schei…

Nachdem ich für mich festgestellt habe, welche Süchte ich habe, die physische wie psychische, habe ich mich entschlossen erst einmal nur die physische zu bekämpfen. Urlaubsbeginn, bis dahin weiter geraucht wie immer. Mit Urlaubsbeginn dann auf Nikotinspray umgestiegen. Mit sehr sehr großen Zweifeln, ob es mir wirklich hilft. Vielleicht wollte ich ja auch gar nicht, dass es mir hilft. Vielleicht wollte man im innersten inneren Kern weiter seine Zigaretten rauchen. Man kennt es ja so. Na gut. Also trotzdem mal probiert. Mit Urlaubsbeginn, andere Gegend, andere Gewohnheiten, anderer Alltag.

Der Erfolg

Und? Es funktionierte. Wenn die “Schmacht” kam, also der Willen, “hey Christophe, jetzt musst Du aber mal anhalten und eine rauchen”, Mund auf, Spray in die Hand und reinspritzen. Nach so ca. 20-30 Sekunden war der Ruf nach der Kippe weg. Echt? Ja. Faszinierend. Ich konnte es nicht glauben, wollte es vielleicht gar nicht so richtig glauben. Aber Schmacht war weg. OK. Probieren wir es mal weiter aus.

Die ersten Tage

Die ersten Tage waren ein innerer Kampf. “Jetzt rauch doch mal eine richtige Zigarette” hört man immer wieder im Kopf. Spray auf, in den Mund, weg waren die Gedanken. Mal war ein Tag besser, mal brauchte ich in der ersten Phase mehr am Tag. Aber so nach und nach verlernte ich wieder die Gewohnheiten. Aufstehe, rauchen. Essen, rauchen. Anfangs dachte man oft dran, die Gedanken gingen weg. Mit der Zeit. Ich wollte ja gar nicht vom Spray weg, ich hatte damit ja mein Nikotin weiter, war also noch “süchtig”, nur nicht mehr nach Kippen, nur noch nach dem Spray.

Zumindest ein bisschen gesünder. 😉

Die Zeit danach

Ich hatte mir kein Ziel gesetzt das Spray abzusetzen, man liest in der Packungsbeilage sich hier ausreichend Zeit zu lassen, viele Rückfälle würden durch vorzeitiges Absetzen passiern. Klar, die verdienen auch mit daran, dass man es möglichst lange nimmt. Aber es wurde weniger. Da die Konditionierung, alle 45 Minuten eine rauchen gehen zu müssen immer mehr verschwand, ging auch der Ruf nach dem Spray immer mehr verloren. Irgendwann nach ca. 4 Wochen hat man gar nicht mehr daran gedacht. Da dachte man, “oh, ich könnte ja mal sprayen” aber nicht weil der böse innere Schweinehund rief. Irgendwann nach dieser Zeit kam dann der Tag, an dem man es zwar “zur Sicherheit” dabei hatte, aber gar nicht genutzt hat. Wie Raucher brauchen ja immer unsere Sicherheit. Wurden ja extrem nervös wenn die Schachtel leer ging und nicht schon eine neue Schachtel verfügbar war. So ging es auch anfangs mit dem Spray. Aber auch das verging.

Das Fazit

Welches Fazit ziehe ich? Man bin ich blöd, es nicht schon vorher damit versucht zu haben, aber der innere Schweinehund war stärker. Es war gar nicht so schlimm. Es ist toll, nachts nicht mehr zu husten, es ist toll, wieder freier zu atmen, es ist toll, wieder gut zu riechen, es ist toll, wieder zu wissen, sein Leben nicht unnötig und hirnrissig zu verkürzen. Man war ich blöd, es nicht schon früher zu versuchen. Aber, ich denke all die erfolglosen und halb erfolgreichen Versuche gehörten einfach dazu.

Aber. Macht Euch keinen Druck. Fangt am besten damit an, wenn es einen Break gibt, wie zum Beispiel eine Urlaubsreise. Gönnt Euch vom gesparten Geld was schönes, ich mache es und freue mich wie Wolle, also das innere Belohnungszentrum umkonditionieren. 😉 Und, keine Angst vor dem Spray, bis auf zwischenzeitlich leichtem Sodbrennen, hat es die Schmacht supertoll im Zaum gehalten.Und ja, es sind ca. 4-5 kg mehr geworden. Die gehen auch wieder weg. Irgendwann. 😉

 

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