Openmediavault 6 mit Debian 11 und Virtualbox 6.1

Ausgangslage

Lange nichts geschrieben, es lief auch einfach. Nun wurde es aber mal wieder Zeit, ein bisschen was am eigenen Server zu machen. Neben einigen Raspberry Pi’s im Heimnetz, wie einen Pi-Hole oder eine Nextcloud, war es mal wieder Zeit den Hauptserver basierend auf Openmediavault zu aktualisieren und optimieren. Openmediavault 6 mit Debian 11 und Virtualbox 6.1 ist so meine Idee.

Da ich nicht für jede kleine Aufgabe einen Raspberry Pi einsetzen möchte, mich zuletzt sehr viel mit Homematic IP beschäftigte und auch zahlreiche Sensoren installiert habe, daher hier künftig ein Raspberrymatic ansteht, ist das Thema Virtualisierung auf dem vor sich hin trödelnden Hauptserver wieder angesagt.

Bis Openmediavault 4 gab es ein Virtualbox Plugin, was mehr oder weniger gut lief, aber es lief. Mit Openmediavault 5 war es weg, darin begründet, dass mit Debian 10 kein Virtualbox mehr in den Paketquellen enthalten ist, so wie nun auch in Debian 11.

Dennoch ist Virtualbox auf Debian 10 und 11 installierbar. Klar kann man über die Shell Virtualbox administrieren, aber hin und wieder etwas Klickfaul eine Oberfläche nutzen, ist auch mal schön. 🙂 Ziel wie immer natürlich, alles mit Opensource und überschaubarem Aufwand realisieren. Mehr praktisch als professionell.

Achtung!!! Dieser Server ist nur für das gesicherte Heimnetz gedacht. Auf Punkte wie Firewall, etc gehe ich nicht weiter ein. Aber natürlich, gibt viele professionelle Lösung, welche etwas schöner und runder sind. Hier geht es mir um eine schnelle und günstige Lösung für den Heimgebrauch, welche auch ein Anfänger ohne große Mühe realisieren kann.

Überlegungen – Optionen

Eine erste Idee war, Openmediavault direkt zu installieren, Virtualbox nachzuinstalllieren und zusätzlich die PHPVirtualbox Weboberfläche zur Administrierung. Leider funktionierte es nicht, ich bekam nach langem Suchen den Fehler mit PHPVirtualbox nicht weg. Also lieber die Zeit in eine andere Idee investieren.

Da überkam mich die Idee einen normalen Desktop zu installieren und diesen per Remote zu steuern und darauf zuzugreifen. Für jeden Puristen gerade die totale Ketzerei, klar. 😉 Aber mir geht es darum, es einfach praktisch handhaben zu können.

Welche Tools für die Remote Verbindung nun nutzen?

Hier kam ich einmal auf VNC, direkt in Gnome enthalten. Und RDP, einem inzwischen recht gut laufenden Tool aus der Windows Welt. Ohje, wieder Ketzerei. 😉 Hoffe mal, mein Scheiterhaufen ist nicht zu weit weg. 😀

VNC

Bei VNC ergab sich das Problem in Verbindung mit Gnome, dass der Nutzer auf dem Server immer angemeldet sein muss. Dazu kamen die Energiesparfunktionen und ein paar andere Kleinigkeiten.

RDP

RDP war schließlich die Lösung. Nachdem der RDP Server auf dem Zielsystem installiert war, konnte ich mich zuverlässig auf dem System anmelden und die Oberfläche nutzen.

Wie sieht der Server nun aus?

Grundsystem ist ein Debian 11 mit Cinnamon Oberfläche. Zusätzlich XRDP, Virtualbox und Openmediavault 6 (Achtung, ist noch Testing und hat den einen oder anderen Bug). Somit sind meine Anforderungen erfüllt.

Hier die Anleitung, wie ich Openmediavault 6 mit Debian 11 und Virtualbox 6.1 aufgesetzt habe

Erster Schritt – Installation Debian 11

Download bei Debian. Installation des System, ich denke, das bekommt ihr alleine ganz gut hin und muss es hier nicht explizit erklären. Darauf achten, dass ihr bei Tasksel, der Paketauswahl, Cinnamon und SSH Server auswählt.

Zweiter Schritt – Deaktivieren der Energiesparfunktionen

Hier empfehle ich, die Bereitschaft erst einmal zu deaktivieren. Später kann man über OMV Plugins das ganze feiner abstimmen, wobei der Stromverbrauch des Systems im Idle Modus sehr überschaubar ist.

Dritter Schritt – Installation RDP Server

Hier folge ich der Anleitung von Jochen, welche sehr einfach und kurz ist. 😉

sudo apt install xrdp xorgxrdp -y
echo env -u SESSION_MANAGER -u DBUS_SESSION_BUS_ADDRESS cinnamon-session>~/.xsession

Das wars. Für den Zugriff braucht ihr natürlich die IP Adresse. Diese solltet ihr vorher am besten als feste IP geändert haben.

Vierter Schritt – Installation Openmediavault

Hier habe ich mich weitestgehende an die vorgegeben Anleitung gehalten, folgende der kopierte Code.

cat <<EOF >> /etc/apt/sources.list.d/openmediavault.list
deb http://packages.openmediavault.org/public shaitan main
# deb http://downloads.sourceforge.net/project/openmediavault/packages shaitan main
## Uncomment the following line to add software from the proposed repository.
# deb http://packages.openmediavault.org/public shaitan-proposed main
# deb http://downloads.sourceforge.net/project/openmediavault/packages shaitan-proposed main
## This software is not part of OpenMediaVault, but is offered by third-party
## developers as a service to OpenMediaVault users.
# deb http://packages.openmediavault.org/public shaitan partner
# deb http://downloads.sourceforge.net/project/openmediavault/packages shaitan partner
EOF

Mit diesem obigen Code werden die Paketquellen hinzugefügt.

Nun aber kommt die Abwandlung, folgend der Code zum installieren, schon abgewandelt.

apt-get install --yes gnupg
wget -O "/etc/apt/trusted.gpg.d/openmediavault-archive-keyring.asc" https://packages.openmediavault.org/public/archive.key
apt-key add "/etc/apt/trusted.gpg.d/openmediavault-archive-keyring.asc"
apt-get update
apt-get --yes --auto-remove --show-upgraded \
    --allow-downgrades --allow-change-held-packages \
    --no-install-recommends \
    --option DPkg::Options::="--force-confdef" \
    --option DPkg::Options::="--force-confold" \
    install openmediavault-keyring openmediavault

# Populate the database.
omv-confdbadm populate

# Display the login information.
cat /etc/issue

Die folgenden drei Zeilen sind aus dem ursprünglichen Installationscode zu löschen, da ansonsten die Oberfläche wieder deaktiviert ist. 😉 Ja, auch ich habe zuerst den Fehler gemacht. 😀

export LANG=C.UTF-8
export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive
export APT_LISTCHANGES_FRONTEND=none

Das wars schon mit der Installation, nun kann über eure vergeben IP die Oberfläche aufgerufen werden. Der Login ist „admin“ mit dem Passwort „openmediavault“.

Fünfter Schritt – Installation Virtualbox

Hier bin ich bei folgender Anleitung nach Methode 1 vorgegangen. Funktioniert einwandfrei, folgende noch einmal der Code in schnell.

Zuerst Repository Key laden

apt install gnupg2
wget -q https://www.virtualbox.org/download/oracle_vbox_2016.asc -O- | sudo apt-key add -
wget -q https://www.virtualbox.org/download/oracle_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -

Dann Paketquellen hinzufügen

echo "deb [arch=amd64] http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian bullseye contrib" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/virtualbox.list

Dann ein kleines Update des Paketcaches

sudo apt update

Nun mit DKMS Virtualbox installieren

sudo apt install linux-headers-$(uname -r) dkms
sudo apt install virtualbox-6.1

Das wars. Extensions etc könnte ihr aus Virtualbox installieren.

Sechster Schritt – Deinstallation nicht benötigter Pakete

Wahrscheinlich benötigt ihr auf dem System kein Libreoffice etc, welches automatisch mitinstalliert wurde. Daher kann man nicht benötigte Programme deinstallieren. Oder gleich von Anfang an nicht mitinstallieren. 😉

Siebter Schritt – Nachbereitungen und Kleinigkeiten

folgt. Feste IP, Remmina

Achter Schritt – weitere Optionen

Ich installiere mir immer ganz gerne Cockpit zur Übersicht der vielen kleinen Server, wie Pi-Hole, OMV, Nextcloud, etc um zumindest über Systemupdate, Systemlast und Funktion informiert zu sein.

Links/Quellen

Openmediavault 6 mit Debian 11 und Virtualbox 6.1

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